Ich saß in meinem Auto auf dem Rückweg nach Hause. Innerlich diskutierte ich mit Gott und betete. Ich hatte so eine Sehnsucht danach, Zeichen und Wunder zu erleben. Gleichzeitig war ich echt frustriert, weil es so schien, als ob nie etwas in der Richtung passieren würde. Während ich so meinen Gedanken nachhing, bog ich aus einer Querstraße an die Hauptstraße.

Plötzlich hörte ich Gottes Stimme: „Steig aus und renn‘!“

Ich sah Menschen zwanzig Meter links von mir mitten auf der Straße stehen. Sofort machte ich den Motor aus, ließ mein Auto mitten auf der Straße stehen und rannte los. Als ich näher zu der Gruppe von Menschen kam, machten sie Platz für mich. Auf der Straße lag ein kleines Mädchen, ca. fünf Jahre alt. Sie lag bewegungslos auf der Seite. Blut lief aus ihrem Mund. Es war das reinste Chaos! Menschen schrien und weinten, und ein Mann rief mit seinem Handy den Notarzt. Während ich mich niederkniete, hörte ich, wie einige sich darüber unterhielten, wie das Mädchen auf die Straße gelaufen, voll von einem Auto erwischt und einige Meter durch die Luft geflogen war.

Alles, was ich in diesem Moment wusste, war, dass ich meine Hand auf sie legen sollte und sie ins Leben zurückrufen sollte. Das tat ich!

Laut fing ich an zu beten und zu sagen: „In Jesu Namen, du sollst leben! Ich spreche Heilung in jeden Bereich deines Körpers.“

Mit einem Arm hielt ich die Oma des kleinen Mädchens fest, die völlig außer sich war, und sagte ihr immer wieder, dass alles gut werden und Jesus sie heilen würde. Und immer wieder sprach ich Leben und Gesundheit aus über dem Mädchen. Irgendwo im Hinterkopf rührte sich der Gedanke, dass ich eventuell überprüfen sollte, ob sie überhaupt noch atmet, aber innerlich wusste ich mit felsenfester Überzeugung: Sie wird leben!

Und ganz plötzlich fing sie an sich zu bewegen!

Das kleine Mädchen öffnete die Augen und fing an zu weinen! In diesem Augenblick kam dann der Notarzt und nahm sie mit. Ich blieb noch eine Weile bei der Oma. Wir tauschten Telefonnummern aus, und ich ging dann nach Hause. Innerlich war ich total aufgewühlt.

Am folgenden Abend rief ich die Oma an, um nach der Kleinen zu fragen. Was sie mir erzählte, war einfach nur krass! Sie sagte zu mir: „Anni (Name geändert) war tot! Ich wusste es! Aber dann kamst du und hast sie ins Leben zurückgeholt!“ Sie berichtete mir, dass sie die ganze Zeit im Krankenhaus gewesen war, und wie sie zum Chefarzt gerufen wurde. Er wollte von ihr den genauen Unfallhergang hören. Er sagte, dass drei Ärzte nach dem Notruf in der Klinik bereitstanden und sich einig waren, dass die Wahrscheinlichkeit hoch sei, dass der Rettungswagen nur noch ein totes Kind bringen würde.

Als das Mädchen dann im Krankenhaus war, machten sie jede mögliche Untersuchung (inklusive MRT) – und sie fanden nicht einmal blaue Flecken!

Eine Ärztin sagte: „Die haben uns das falsche Kind gebracht“! Auch die Polizei sagte später, aufgrund der Bremsspuren und der Unfallbeschreibung, dass die Kleine eigentlich tot oder schwer verletzt sein müsste!

Gott hat mich benutzt, damit dieses Mädchen lebt! Die Oma des Mädchens hat dadurch Jesus kennengelernt und ihr Leben ihm gegeben. Gott ist einfach unglaublich und das Leben mit ihm übernatürlich – und voller Zeichen und Wunder!

Stephanie Popp

Stephanie Popp

Stephanie Popp ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat sechs Kinder. Früher als Krankenschwester tätig, leitet sie heute mit ihrem Mann Alex eine charismatisch-pfingstliche Gemeinde, ist Künstlerin und lebt leidenschaftlich für Erweckung.